Bisphenol-A-Verbot 2020 – Was ändert sich?

Dieser Artikel wurde von ROLLENLAND am 27.03.2019 erstellt

Ab 2020 ist die Verwendung von Bisphenol A, kurz BPA, in Thermopapier verboten. Mit dem Bisphenol-A-Verbot steht sowohl der gesundheitliche Aspekt als auch der Umweltschutz im Vordergrund. Warum der Stoff 2019 zwar noch vielfältig genutzt wird, gesundheitliche Gefahren durch das Hormongift jedoch nicht auszuschließen sind, erfahren Sie hier.

Das Bisphenol-A-Verbot ab 2020

Bisphenol A ist eine aus Phenol und Aceton synthetisch hergestellte Chemikalie, die sowohl als Ausgangsstoff für weitere Kunststoffe als auch zur Beschichtung verschiedener Materialien dient. BPA wird dabei vielseitig eingesetzt und ist weltweit Bestandteil unzähliger Alltagsprodukte. So findet sich BPA unter anderem in:

  • Bodenbelägen
  • Verschiedenen Gummiarten
  • Lebensmittelverpackungen
  • Getränkeflaschen

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Verwendungszweck für BPA ist der als Farbbildner. Hier wird BPA zur Thermobeschichtung von Bonrollen aus Thermopapier eingesetzt.

Allerdings ist BPA mittlerweile nicht nur für seine Vielseitigkeit, sondern auch für seine Gesundheitsgefahr bekannt. Bereits im Jahr 2016 wurde mit der REACH-Verordnung der EU-Kommission entschieden, dass ab Januar 2020 alle Werte über 0,02 % des Gesamtvolumens an BPA in Thermopapier verboten sind. Dieser vorgegebene Richtwert gründet sich ausschließlich aus dem Restgehalt von BPA im Recyclingpapier. Dieses kann unter Umständen noch Restrückstände des Giftstoffes aufweisen. Darüber hinaus wurde das 2016 beschlossene Bisphenol-A-Verbot noch erweitert. Nach der Aufnahme von Bisphenol A in die REACH-Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe, wurde der Eintrag der Chemikalie aktualisiert. So wurde der Stoff von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) 2017 ebenfalls als sogenannter endokriner Disruptor für den Menschen und die Umwelt eingestuft.

Phenole und deren Auswirkungen auf die Gesundheit

Mit der Einstufung als endokriner Disruptor wird die gefährliche Wirkung von BPA bestätigt. Unter endokrine Disruptoren fallen Stoffe, die sich schädlich auf das Hormonsystem auswirken – sowohl auf das des Menschen als auch auf das von anderen Umweltorganismen. Denn durch die Verwendung von BPA in Thermopapier für Kassenbons, Parktickets oder Fahrkarten kann der Stoff durch die falsche Entsorgung in den Papierkreislauf gelangen. BPA-haltiges Papier muss fachgerecht als Sondermüll und nicht über den recyclefähigen Papiermüll entsorgt werden. Vom Umweltbundesamt bewertete Studien zeigten, dass die Chemikalie bei Fischen und Amphibien die Fortpflanzung und Entwicklung negativ beeinflusst.

Gleiche Effekte können beim Menschen auftreten. Bisphenol A wird am zweithäufigsten über die Haut aufgenommen und hat im Körper eine östrogenähnliche Wirkung. Besonders schwangere Frauen sind gefährdet, da eine Gesundheitsbelastung des ungeborenen Kindes sowie Spätfolgen bei Kleinkindern nicht ausgeschlossen werden können. Als Teil der REACH-Kandidatenliste wird BPA zudem als besonders besorgniserregender Stoff eingestuft, der unter anderem Krebserkrankungen, Diabetes oder Stoffwechselstörungen bedingen kann. Das Bisphenol-A-Verbot ist daher ein wichtiger Meilenstein, um Sie, Ihre Mitarbeiter und Kunden sowie die Umwelt zu schützen. Weiterhin prüft das Umweltbundesamt, welche weiteren Verfahren nötig sind, um den BPA-Eintrag in die Umwelt zu reduzieren.

Was bedeutet BPA-frei?

Das BPA-Verbot ab 2020 gilt für alle EU-Mitgliedsstaaten und dient dem Gesundheitsschutz. BPA freie Thermorollen sind daher schon jetzt die gesundheitsfreundliche Alternative für Sie. Als Teil der Kandidatenliste unterliegt der Stoff zudem einer besonderen Informationspflicht. Sie sind dazu verpflichtet, Verbraucher über das Vorkommen gefährlicher Stoffe wie BPA aufzuklären. Sie müssen daher offenlegen, ob Sie Erzeugnisse mit besorgniserregenden Stoffen verwenden.

Neben Bisphenol A gibt es aber noch weitere Phenole, die eine Gefahr für die Gesundheit darstellen können. Denn Ersatzstoffe wie Bisphenol S oder Bisphenol C sind von der REACH-Verordnung zwar noch nicht betroffen, Studien zeigen aber auch hier, dass sie eine ähnliche Wirkung auf den Körper haben können. Rollenland setzt sich daher seit der Gründung dafür ein, umweltfreundliche, nachhaltige sowie hochwertige Bonrollen und Thermorollen anzubieten. BPA- und komplett phenolfreie Thermorollen von Rollenland überzeugen zudem durch folgende Aspekte:

  • Umweltschonend
  • Gesundheitsunbedenklich
  • Sehr hohe Qualität
  • Hohe Temperaturbeständigkeit und Haltbarkeit
  • Beste Farbentwicklung bei gleichmäßiger Schwärzung

Schützen Sie Ihre Mitarbeiter, Kunden sowie die Umwelt und setzen Sie schon jetzt auf BPA-freie Thermorollen. Sollten Sie noch nicht auf die umweltschonendere Alternative umgestiegen sein, schauen Sie sich doch einfach direkt in unserem Shop um. Hier finden Sie mit Sicherheit die passenden Rollen für Ihren Bondrucker!

Bildquelle: ©iStock.com / Infadel

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